Der Film: Das Prinzip Montessori

Wir werden in eine Lernwerkstatt für jeden Erwachsenen geführt. Dieser Film bietet uns eine Fülle an Beobachtungsmöglichkeiten.

Schauen wir in die Gesichter der Kinder, gehen wir an ihrer Seite, mit ihren Augen durch die Räume.

Verfolgen wir den Entscheidungsweg, der in eine Handlung mündet. Beobachten wir die Bedürfnisse der Kinder.

Betrachten wir den behutsamen Umgang mit dem Kind vom Baby bis zum Schulkind.

Freuen wir uns an der geschilderten Selbständigkeit eines noch ganz kleinen Kindes.

Erkennen wir das so reich ausgestattete Kind mit seinem Wunsch zu erfahren und zu lernen, wissend zu sein.

Erspüren wir die Sehnsucht und das Können des Kindes von klein auf, „die Dinge“ selbst zu tun.

Lernen wir zu beobachten und lassen uns durch das Kind zu dem führen, was es benötigt, um zu wachsen und zu reifen.

Finden wir den Weg, uns in den Dienst des Kindes zu stellen und ihm eine Umgebung zu schaffen, in der es frei und mit Freude das, was es umgibt, kennenlernen kann.

Erfahren wir die Bedeutung der Demut, indem wir uns mutig zurücknehmen und durch wache Beobachtung in dem Augenblick da sind, in dem wir gebraucht werden.

Freuen wir uns und daran und lassen wir uns davon anstecken, wenn wir sehen, wie der Erwachsene zurücktritt „klein wird“, damit das Kind wachsen kann!

Übertragen wir das Prinzip Montessori, auch auf die Umgebung, in der das Kind seine religiösen Bedürfnisse entdeckt und stillen kann, dann werden wir das Montessori Prinzip in seiner Tiefe ergründen können. Wir werden mit Maria Montessori das Ziel ihrer Pädagogik erkennen und beobachten. Das Kind wird uns das Empfinden seiner eigenen Würde auf ganz neue Weise zeigen, wenn es in seiner Umgebung all das findet, was ihm einen selbständigen Weg in den Glauben und zu Gott finden lässt. Genau das ist das Anliegen der Katechese des Guten Hirten, dem Kind einen Weg zu ermöglichen, der in Freude und in Freiheit zu Gott führt. So tritt im stillen Beobachten und Dienen der Schatz hervor, der sich im Montessori Prinzip verbirgt, die Begegnung zwischen Gott und dem Kind. Mit großem Erstaunen erkennen und achten wir den Wunsch des Kindes: „Hilf mir, selbst zu Gott zu finden.“